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Frischer Anstrich für Darmstädter Tafel

Erstellt am 16 Apr 2008 um 18:04
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Quelle: Echo Online vom 14.03.2008

Die Wände erstrahlen in einem neuen Weiß. Nur die leeren Farbeimer und abgenutzten Pinsel erinnern an die mühsame Arbeit der vergangenen Tage. Damit die neuen Räume der Darmstädter Tafel pünktlich nach Ostern bezogen werden können, haben Schüler der Peter-Behrens-Schule der ehemaligen türkischen Gaststätte in der Bismarckstraße einen neuen Anstrich verpasst.

„Vorher sah es hier richtig schlimm aus“, erinnert sich Tafel-Gründerin Doris Kappler und blickt nun zufrieden auf die frische Farbe. Durch die langen Jahre des Gaststättenbetriebs seien die Wände vor lauter Zigarettenrauch vergilbt. „Jetzt kann man sich schon gut vorstellen, wie es am Ende aussehen wird.“ Den insgesamt 36 Schülern, die sich mit ihren Lehrern Bastian Butina und Sylvia Schubert als Maler zur Verfügung gestellt haben, sei sie sehr dankbar.

Bis zu acht Stunden täglich haben die jungen Handwerker in Achtergruppen in der Bismarckstraße verbracht, um den Räumen ein neues Aussehen zu verleihen. „Bis wir mit dem Malen beginnen konnten, mussten die alten Tapeten herunter, Löcher wurden mit Spachtelmasse gefüllt und die Heizungen gereinigt“, schildert Lehrer Bastian Butina. Der Kontakt zur Tafel sei durch ein Mitglied des staatlichen Schulamts zustande gekommen, der gehört hatte, dass die Peter-Behrens-Schule viele Malerarbeiten in Eigenregie durchführt und somit gute Erfahrungen hat. Die zweiwöchige Arbeit für die Tafel ist für die Schüler gleichzeitig eine projektorientierte Aufgabe gewesen, die sie neben dem angestrebten Hauptschulabschluss auf mögliche Berufe vorbereiten soll und die einen Qualifizierungsbaustein darstellt. „Für die Schüler hat die Arbeit einen pädagogischen Wert“, sagt Schulleiter Karlheinz Reeg. Sie könnten die praktische Arbeit kennen lernen, sich damit besser bewerben und helfen gleichzeitig einer gemeinnützigen Organisation.

„Ich fand es sehr schön, dass ich der Tafel helfen konnte“, erzählt Schüler Steffen Klenk. Es sei das erste Mal gewesen, dass er eine Wand gestrichen habe. „Das Schwierigste dabei war, die kleinen Tapetenfetzen abzureißen, die übrig geblieben waren“, findet der Fünfzehnjährige. Vorher hätten die Räume richtig schlimm ausgesehen, aber es habe viel Spaß gemacht, dies zu ändern. „Obwohl es richtig anstrengend war,“ fügt er hinzu.

Schulleiter Reeg kann sich vorstellen, dass es auch in Zukunft Projekte mit der Darmstädter Tafel geben wird. Einmal habe die Schule Stollen gebacken und sie der Einrichtung gespendet. „Unsere Schule hat verschiedene Abteilungen. Ich denke, dass andere Aktionen folgen werden, wenn sie in den Unterricht integriert werden können.“
 

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