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Das gute Stück für Brot, Obst und Gemüse

Erstellt am 05 Aug 2009 um 10:24
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„Glücksbringer“ prangt in schwarzen Lettern hüben wie drüben auf dem schneeweißen Kühltransporter „Ford Transit 85 T280“. Doris Kappler, Vorsitzende der Darmstädter Tafel, ist beim Anblick des nagelneuen Gefährts sehr angetan. „Das ist er“, sagt sie voller Inbrunst und: „Ich bin ganz begeistert“.
An diesem Nachmittag steht sie im Hof der katholischen Gemeinde St. Fidelis an der Bismarckstraße mit etlichen ehrenamtlichen Helfer der Tafel im blauen T-Shirt sowie Vertretern der insgesamt fünf Lions-Clubs, die zusammen mit der Darmstädter Tafel sowie der Stiftung „Life“  etwa 30 000 Euro für den neuen Kühltransporter gesammelt haben. Wilfried Heinemann, Schatzmeister des Lions-Clubs Mathildenhöhe, sowie dessen Präsident Rudolf Siebel gehen um „das gute Stück“ herum, um es genau zu inspizieren und sich daran zu freuen.
„Das ist ein feierlicher Moment“, hebt Doris Kappler an, als Rudolf Siebel an der Schleife des Bändchens zupft, das einen gelben Stoff über der Windschutzscheibe zusammenhält und es so als Geschenk aussehen lässt. Sodann präsentiert sich der für die Darmstädter Tafel überlebenswichtige Kühltransporter bereits ohne Verhüllung, und die Umstehenden klatschen. „Im Namen aller Lions“, betont Rudolf Siebel, „freuen wir uns, hier zusammen mit der Stiftung ,Life‘ helfen zu können, damit kein Heiner hungern muss.“
Der Vorgänger des neuen Fords hatte der Tafel in sechs Jahren zwar gute Dienste geleistet, war dabei aber auch in die Jahre gekommen. „Letztes Jahr haben wir 15 000 Euro für Reparaturen investiert“, so Doris Kappler. Immerhin müsse solch eine Summe ja mit Spenden finanziert werden. Der schneeweiße Neue sei zwar „geringfügig kleiner“, meint Kappler,  dafür seien aber Isolation sowie Kühlung besser als beim alten Transporter.
Auch der hauptamtlichen Wirtschaftsleiterin der Darmstädter Tafel, Ursula Summer, ist die Freude ins Gesicht geschrieben, werden mit diesem Wagen doch schließlich sämtliche Lebensmittel wie Brot, Milch, Butter oder Obst und Gemüse eingesammelt und transportiert, um sie so schnell und unbürokratisch wie möglich an arme und alte Menschen weiterzugeben.
 Denn täglich stehen Bedürftige   vor der Tür an der Bismarckstraße, die keine andere Wahl haben, satt zu werden. Hierfür engagieren sich  „Glücksbringer“ – ehrenamtliche Helfer – die ohne ein solches Fahrzeug hilflos wären.

Darmstädter Echo vom 21.07.2009

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